«Pro Juventute AI braucht es weiterhin»

APPENZELL. «Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf»: Luzius Gruber, Präsident der Pro Juventute Appenzell Innerrhoden, stellte dieses afrikanische Sprichwort an den Anfang seines Jahresberichts. Es zeige, dass ein grosses Umfeld in der Pflicht sei, wenn es um Kindererziehung gehe. Zu diesem Umfeld gehören nebst der Familie und ganzen Verwandtschaft auch Lehrkräfte, Gspänli und deren Eltern, Nachbarn, Familienfreunde, Leiter aus Vereinen und

viele mehr. Das führe direkt zur Frage nach der Existenzberechtigung einer Institution wie Pro Juventute. Dass es diese weiterhin braucht, zeigte sich dann aber beispielsweise beim Kassenbericht. Fast 8000 Franken waren letztes Jahr als unbürokratische Soforthilfe an 15 Alleinerziehende und Familien ausbezahlt worden, um finanzielle Missstände zu überbrücken. «In vielen Fällen können wir darüber hinaus helfen, indem wir diesen Familien Beratungsstellen vermitteln.»

Lehrmittel der Pro Juventute

Luzius Gruber und Vorstandsmitglied Vreni Kölbener informierten über die Elternbriefe, die sich grosser Beliebtheit erfreuen, dann aber auch über die beiden Pro-Juventute-Lehrmittel «Potz Tuusig» und «Kinder-Cash». «Potz Tuusig» richtet sich an 5- bis 8-Jährige, «Kinder-Cash» an 10- bis 13-Jährige. Es geht um Werte und Geld, kurz um Finanzkompetenz. Schulklassen, die sich für «Potz Tuusig» anmelden, erhalten auf Wunsch nebst dem Material auch eine Erzählerin

gestellt. Diese Aufgabe übernimmt neu Daniela Fritsche-Neff. Im weiteren hat Luzius Gruber in Zusammenarbeit mit dem Erziehungsdepartement die Broschüre «Lego, Klotz und Stein» erarbeitet. Sie wird im kommenden Schuljahr über die Schulen verteilt.

Ferienpass, Markenverkauf

Dieses Jahr wird während der Sommerferien in Zusammenarbeit mit Ausserrhoden wieder der Ferienpass angeboten. Von ursprünglich 322 Kursen sind 266 fix im Angebot, es wurden dafür 135 Kursleiter verpflichtet, und es haben sich 775 Kinder angemeldet. Thematisiert wurde am Montagabend auch der Direktverkauf von Marken. Der Türverkauf gestalte sich je länger je schwieriger, auch seien Marken nicht mehr besonders gefragt. «Es braucht einen Wandel», sagte Luzius Gruber. Man sei am Überlegen, denn eine Einnahmequelle wie es bisher der Markenverkauf war, sei dringend nötig. Das unterstrich Kassier Reto Manser. So resultierte letztes Jahr in diesem Ressort ein Gewinn von gut 10 000 Franken.

Dank neuen Mitgliedern konnte ein weiterer Einnahmeposten gesteigert werden. Die Rechnung der Pro Juventute AI weist letztlich aber doch einen Verlust von 1200 Franken aus. Das Eigenkapital beträgt jetzt 59 800 Franken. Die Versammlung hat beschlossen, den Mitgliederbeitrag bei 20 Franken zu belassen

Alle im Amt bestätigt

Der Vorstand wurde problemlos bestätigt. Er setzt sich nebst dem Präsidenten Luzius Gruber aus Maurizia Ebneter, Esther Fritsche, Susann Inauen, Vreni Kölbener, Reto Manser und Andrea Neff zusammen. Albert Neff und Ivo Bürge amten weiterhin als Revisoren; das Patronat liegt bei Landammann Roland Inauen.

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